Projektbeschreibung

Sokrates-Projekt: eGovernment-Guide für Senioren

Notwendigkeit und Hintergrund des Projekts

eGovernment ist ein Schlüsselwort unserer Informationsgesellschaft. Die elektronische Kommunikation mit der öf­fentlichen Verwaltung wird das gängige Verfahren der Zukunft sein; europaweit. Dabei wird es darauf ankom­men, dass alle gesellschaftlichen Gruppen daran teilhaben, generationsübergreifend.

Insbesondere muss auch die Integration älterer Menschen - sie werden zukünftig einen immer größeren Teil der Bevölkerung ausmachen - in die Informationsgesellschaft erreicht werden. Sie wirkt einer Aus­grenzung entgegen und fördert nicht zuletzt den immer wichtiger werdenden generationsüber­greifenden Dialog.

Den aktuellen Anstoß zu diesem Projekt ergab ein Arbeitsgespräch, an dem die GbQ mit europäischen Projektpartnern, Vertretern von Kommunen und mit Seniorenvertretern zum Thema "Das virtuelle Rathaus - Fortschritt oder Barriere?" teilnahm, mit dem Fazit:

"digitaler Anschluss" darf nicht zu "sozialem Ausschluss" führen.

Denn gerade älteren Menschen fehlt im Gegensatz zu Jüngeren der Zugang zu den vielfältigen Möglichkeiten der Internetnutzung. Der "gewachsene" Umgang mit den neuen Medien blieb ihnen weitgehend verschlossen.

Internetservices wie E-Banking, das den Weg zur Bank erspart und E-Commerce, das Einkaufen von zu Hause via Internet ermöglicht, sind bereits technisch aus­gereift und anwenderfreundlich und werden teilweise von Senioren genutzt. Auch eGovernment kann entscheidend die selbstständige Lebensführung älterer Menschen unterstützen, denn es erleichtert ihnen den Umgang mit Behörden und nimmt ihnen beschwerliche Wege zu Ämtern ab. Eine aktive Teilhabe an politischen Geschehen und Entscheidungsprozessen (z.B. Online-Wahlen) wird ihnen ermöglicht. Doch eGo­vernment mit seinen z.Zt. noch nicht ausgereiften Strukturen und Angeboten, stellt vor allem für ältere Menschen bei der Abwicklung von behördlichen Vorgängen in der Praxis Barrieren auf.

 

Ziel des Projekts

Hier setzt das Projekt eGovernment-Guide für Senioren auf. Unter kompetenter Anleitung und Führung sollen diese Barrieren überwunden und E-Government-Anwendungen im Sinne von aktiver Bürgerbeteiligung positiv genutzt werden.

Das Projekt verfolgt daher den Ansatz, älteren Menschen den Zugang zum Internet zu eröffnen und damit zu einer Verbesserung ihrer Lebensqualität beizutragen.

Gleichzeitig soll in öffentlichen Verwaltungen das Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass auf die Bedürf­nisse von Senioren zugeschnittene eGovernment-Ange­bote notwendig sind.

Es sollen Personen zu eGovernment-Guides befähigt werden, die als Lernbegleiter zur Verfügung stehen. Sie wer­den die Aufgabe übernehmen, Senioren und Seniorinnen

  • den Zugang zum Internet zu eröffnen
  • die Möglichkeiten von eGovernment-Anwendungen zu erschließen
  • sie für zukünftig erforderlich werdende eGovernment-Nutzungen zu trainieren

Grundvoraussetzung ist es, im Vorfeld ein eGovernment-Nutzungsangebot, das auf die spezielle Le­benssituation und die Le­bensführung älterer Menschen ausgerichtet ist, aus dem "Dschungel" der eGovernment-Anwendungen heraus­zufil­tern und bereit zu stellen.